Wetterrückblick: Der Januar im Rückblick – Klassisches Wetter mit Ausreißern
Die Wetterbilanz für den Januar 2002 fällt nach Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) äußerst spannend aus. Es war ein Zeitraum, der mit seinen spezifischen Wetterkapriolen perfekt die klimatischen Verschiebungen unseres Jahrzehnts abbildet. Während einige Regionen unter bestimmten Extremen litten, genossen andere fast bilderbuchhaftes Wetter.
Wärmebilanz: Deutliche Ausschläge nach oben und unten
Die Thermometer verzeichneten im bundesweiten Mittel lediglich 1,2 °C. Diese relative Kühle war vor allem hartnäckigen Tiefdruckgebieten geschuldet, die immer wieder frische Meeresluft ins Landesinnere transportierten. Dennoch gab es im Verlauf des Zeitraums auch vereinzelte freundliche und milde Phasen, in denen die Temperaturen für einige Tage spürbar anstiegen, bevor der nächste Kaltlufteinbruch folgte.
Regenmengen: Von Dürre bis hin zu Fluten
Die Regenmengen waren mit insgesamt 47 Litern pro Quadratmeter weitgehend moderat, fielen aber räumlich extrem unterschiedlich aus. Während einige Regionen unter scharf abgegrenzten Starkregenzellen fast ertranken, gingen benachbarte Landkreise oft komplett leer aus. Dieses Flickenteppich-Muster ist typisch für von Schauern durchsetzte Wetterlagen.
Lichtblick: So zeigte sich die Sonne
Ein wahrhaft trüber Zeitraum: Die Sonnenscheindauer summierte sich auf magere 62 Stunden. Ausgedehnte Hochnebel- und Stratuswolkenfelder blockierten das Sonnenlicht fast systematisch. Lediglich auf den höchsten Berggipfeln durfte man sich zeitweise über strahlend blauen Himmel oberhalb der Inversion freuen.
Zusammenfassung:
Unterm Strich geht der Januar 2002 als ein extrem ereignisreicher, abwechslungsreicher Zeitraum in die Annalen des Deutschen Wetterdienstes ein. Die deutlichen Temperaturkontraste und die sehr ungleiche Verteilung der Regenmengen belegen einmal mehr, wie unberechenbar das mitteleuropäische Wetter sein kann.
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