Wetterrückblick: Ein Juli der Gegensätze – Spannend bis zum Schluss
Der Juli 2002 war ein klassischer Zeitraum der Gegensätze, der uns das gesamte Spektrum des Wetters präsentierte. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Bilanz mitteilt, wurden in den vergangenen Wochen sowohl typische als auch außergewöhnliche Witterungsverläufe registriert. Er bildete damit einen markanten Abschnitt innerhalb dieses Jahres, der in den Archiven einen festen Platz einnehmen wird.
Temperaturverlauf: Zwischen zwei Extremen
Mit einer enormen Durchschnittstemperatur von 17,7 °C reiht sich dieser Juli in die Liste der wärmeren Zeiträume ein. Angetrieben von stabilen Hochdrucksystemen und dem Einströmen subtropischer Luftmassen schwitzte Deutschland phasenweise extrem. Lokal kletterten die Temperaturen auf hochsommerliche Spitzenwerte, die eher an den Mittelmeerraum als an Deutschland erinnerten.
Feuchtebilanz: Starke lokale Diskrepanzen
Die Schleusen des Himmels schienen weit geöffnet: Gewaltige 116 Liter pro Quadratmeter prasselten im Mittel auf Deutschland nieder. Immer wieder zogen ausgedehnte Tiefdrucksysteme vom Atlantik herein und brachten langanhaltenden Landregen. Regional führten sintflutartige Starkniederschläge zu übertretenden Bächen und überfluteten Straßen.
Lichtblick: So zeigte sich die Sonne
Mit insgesamt 173 Sonnenstunden lag die Ausbeute in einem recht gewöhnlichen Rahmen. Auf trübe, regnerische Tage folgten immer wieder Phasen mit strahlendem Sonnenschein, was für einen optisch sehr abwechslungsreichen Himmel sorgte.
Zusammenfassung:
Der Juli 2002 war ein Wetterabschnitt, der uns zunächst noch einmal Frösteln ließ, sich dann aber mit kräftigen Kapriolen zurückmeldete. Trotz teils ergiebiger Niederschläge im Norden bleibt das komplexe Wechselspiel aus Temperatur und Regen ein spannendes Zeugnis unserer Klimadynamik.
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