Wetterrückblick: Ein Februar der Extreme – Überraschungen und Rekorde
Der Februar 2005 war ein klassischer Zeitraum der Gegensätze, der uns das gesamte Spektrum des Wetters präsentierte. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Bilanz mitteilt, wurden in den vergangenen Wochen sowohl typische als auch außergewöhnliche Witterungsverläufe registriert. Er bildete damit einen markanten Abschnitt innerhalb dieses Jahres, der in den Archiven einen festen Platz einnehmen wird.
Temperaturen: Ein ständiges Auf und Ab
Die Thermometer verzeichneten im bundesweiten Mittel lediglich -1,0 °C. Diese relative Kühle war vor allem hartnäckigen Tiefdruckgebieten geschuldet, die immer wieder frische Meeresluft ins Landesinnere transportierten. Dennoch gab es im Verlauf des Zeitraums auch vereinzelte freundliche und milde Phasen, in denen die Temperaturen für einige Tage spürbar anstiegen, bevor der nächste Kaltlufteinbruch folgte.
Feuchtebilanz: Starke lokale Diskrepanzen
Die Regenmengen waren mit insgesamt 68 Litern pro Quadratmeter weitgehend moderat, fielen aber räumlich extrem unterschiedlich aus. Während einige Regionen unter scharf abgegrenzten Starkregenzellen fast ertranken, gingen benachbarte Landkreise oft komplett leer aus. Dieses Flickenteppich-Muster ist typisch für von Schauern durchsetzte Wetterlagen.
Lichtblick: So zeigte sich die Sonne
Ein wahrhaft trüber Zeitraum: Die Sonnenscheindauer summierte sich auf magere 67 Stunden. Ausgedehnte Hochnebel- und Stratuswolkenfelder blockierten das Sonnenlicht fast systematisch. Lediglich auf den höchsten Berggipfeln durfte man sich zeitweise über strahlend blauen Himmel oberhalb der Inversion freuen.
Zusammenfassung:
Ein denkwürdiger Februar 2005 verabschiedet sich. Die Mischung aus extremen Sonnenstunden in manchen Regionen und hartnäckigen Regenfällen in anderen zeigt das klassische Bild eines dynamischen Übergangs. Die exakten Zahlen bestätigen gefühltes Wetter und klimatologische Statistik gleichermaßen.
- Kategorie: 2005
