Wetterrückblick: Der Frühling 2011 – Eine klimatologische Bilanz

Rückblickend zeigte sich Die Jahreszeit Frühling 2011 von einer äußerst facettenreichen Seite. Laut den offiziellen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dominierten in diesem Zeitraum oft starke atmosphärische Kontraste das Geschehen über Deutschland. Die Wetterlage war geprägt von rasanten Wechseln, die sowohl die Landwirtschaft als auch die Bevölkerung immer wieder vor neue Herausforderungen stellten.

Wärmebilanz: Deutliche Ausschläge nach oben und unten

Das bundesweite Temperaturmittel von 10,1 °C beschreibt einen grundsoliden, typisch mitteleuropäischen Verlauf. Nach anfänglich verhaltenen Temperaturen konnte sich im letzten Drittel des Zeitraums meist eine deutlich stabilere, mildere Hochdruckphase durchsetzen, die die Durchschnittstemperatur noch einmal kräftig anhob.

Feuchtebilanz: Starke lokale Diskrepanzen

In Sachen Niederschlag herrschte bittere Armut. Mit insgesamt nur 90 Litern pro Quadratmeter vertrockneten die Böden zusehends. Diese extreme Trockenheit wurde durch blockierende Hochdruckgebiete verursacht, die sämtliche atlantischen Regenfronten von Deutschland fernhielten. Landwirte und Förster schlugen angesichts der staubigen Böden vielerorts Alarm.

Sonnenschein: Eine abwechslungsreiche Ausbeute

Die Sonne gab ein echtes Gastspiel der Extraklasse: Mit grandiosen 705 Sonnenstunden durften sich sonnenhungrige Menschen über wolkenlose Tage am Stück freuen. Hochdruckgebiete sorgten für strahlend blauen Himmel und ideale Bedingungen für Solaranlagen.

Zusammenfassung:

Unterm Strich geht der Frühling 2011 als ein extrem ereignisreicher, abwechslungsreicher Zeitraum in die Annalen des Deutschen Wetterdienstes ein. Die deutlichen Temperaturkontraste und die sehr ungleiche Verteilung der Regenmengen belegen einmal mehr, wie unberechenbar das mitteleuropäische Wetter sein kann.