Wetterrückblick: Ein Jahr der Hitzeextreme und Dürre
Das Jahr 2019 glich einer meteorologischen Achterbahnfahrt, die jedoch vor allem durch Rekordhitze und anhaltende Trockenheit in die Geschichtsbücher eingehen wird. Nach einem schneereichen Januar und einem frühlingshaften Februar brachte der Sommer Temperaturen, die alle bisherigen Messwerte in den Schatten stellten.
Wälder und Flüsse litten stark unter der monatelangen Dürre, die erst im Herbst durch regelmäßige Niederschläge langsam abgemildert wurde. Am Ende reihte sich 2019 nahtlos in die Serie der wärmsten Jahre in Deutschland ein und verlangte Mensch und Natur einiges ab.
Temperaturen: Historische Hitzewellen sprengen die Skala
Mit einem Jahresdurchschnitt von 10,2 Grad Celsius lag 2019 erhebliche 2,0 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode (1961-1990). Damit gehört es zu den drei wärmsten Jahren seit Messbeginn 1881. Vor allem der Juli schrieb Geschichte: An drei aufeinanderfolgenden Tagen wurden nie dagewesene Höchstwerte gemessen, wobei Lingen im Emsland am 25. Juli mit unfassbaren 42,6 Grad einen neuen deutschen Rekord aufstellte. Der kälteste Moment des Jahres war hingegen schon am 21. Januar in Deutschneudorf-Brüderwiese mit eisigen -18,6 Grad erreicht.
Niederschlag: Anhaltende Trockenheit setzt der Natur zu
Trotz eines nassen Starts in das Jahr blieb auch 2019 der Niederschlag aus: Mit rund 730 Litern pro Quadratmeter wurden nur 93 Prozent des Solls von 789 Litern pro Quadratmeter erreicht. Besonders die Regionen vom Thüringer Becken bis zur Leipziger Tieflandsbucht waren mit lokal nur etwa 350 Litern pro Quadratmeter extrem trocken. Deutlich feuchter war es hingegen im Allgäu, das bis zu 2450 Liter pro Quadratmeter Regen und Schnee abbekam.
Sonnenschein: Ein leuchtendes Jahr
Die Sonne meinte es im Jahr 2019 besonders gut mit Deutschland. Mit etwa 1800 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer das vieljährige Soll von 1544 Stunden um beeindruckende 18 Prozent. Am Hochrhein konnten sich die Menschen über bis zu 2120 Sonnenstunden freuen, während der Norden und das Sauerland mit unter 1500 Stunden etwas weniger verwöhnt wurden.
Zusammenfassung:
Das Jahr 2019 war extrem warm, spürbar zu trocken und sehr sonnig. Prägende Ereignisse wie die beispiellose Sommerhitze mit Werten über 42 Grad und die massive Trockenheit machten deutlich, dass außergewöhnliche Wetterextreme zunehmend unseren Alltag bestimmen.
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