Wetterrückblick: Ein Dezember der Gegensätze – Spannend bis zum Schluss
Rückblickend zeigte sich der Dezember 2020 von einer äußerst facettenreichen Seite. Laut den offiziellen Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) dominierten in diesem Zeitraum oft starke atmosphärische Kontraste das Geschehen über Deutschland. Die Wetterlage war geprägt von rasanten Wechseln, die sowohl die Landwirtschaft als auch die Bevölkerung immer wieder vor neue Herausforderungen stellten.
Temperaturverlauf: Zwischen zwei Extremen
Mit einer Durchschnittstemperatur von 3,1 °C war der Dezember eher auf der kühleren Seite angesiedelt. Der Temperaturverlauf glich jedoch phasenweise einer Achterbahnfahrt: Immer wieder zogen kühle Luftmassen polaren Ursprungs über Mitteleuropa und drückten das Quecksilber spürbar nach unten. Besonders in sternenklaren Nächten gab es regional teils empfindliche Fröste, die an winterliche Verhältnisse erinnerten.
Niederschlag: Regional sehr ungleich verteilt
Mit bundesweit 58 Litern pro Quadratmeter zeigte sich der Niederschlag relativ durchschnittlich. Allerdings fiel der Regen alles andere als gleichmäßig: Während es in der nördlichen Mitte zeitweise sehr nass war und Regenschirme zum Dauerbegleiter wurden, blieb es im Südosten weiterhin deutlich zu trocken.
Sonnenschein: Eine abwechslungsreiche Ausbeute
Ein wahrhaft trüber Zeitraum: Die Sonnenscheindauer summierte sich auf magere 35 Stunden. Ausgedehnte Hochnebel- und Stratuswolkenfelder blockierten das Sonnenlicht fast systematisch. Lediglich auf den höchsten Berggipfeln durfte man sich zeitweise über strahlend blauen Himmel oberhalb der Inversion freuen.
Zusammenfassung:
Unterm Strich geht der Dezember 2020 als ein extrem ereignisreicher, abwechslungsreicher Zeitraum in die Annalen des Deutschen Wetterdienstes ein. Die deutlichen Temperaturkontraste und die sehr ungleiche Verteilung der Regenmengen belegen einmal mehr, wie unberechenbar das mitteleuropäische Wetter sein kann.
- Kategorie: 2020
