Wetterrückblick: Frühlingshaftes Hochdruck-Wunder mit reichlich Vitamin D
Der März 2025 präsentierte sich deutschlandweit als Paradies für Sonnenanbeter. Eine beeindruckende Serie von ausgeprägten Hochdruckwetterlagen – die an insgesamt 20 Tagen des Monats den Ton angaben – bescherte dem Land ungewöhnlich lange Sonnenscheinphasen und frühlingshafte Temperaturen.
Diese wetterbestimmenden Hochdruckgebiete sorgten jedoch auch für eine extreme Trockenheit: Es regnete so wenig, dass der Oberboden besonders im Norden rasch austrocknete und die Waldbrandgefahr in vielen Regionen schon außergewöhnlich früh im Jahr anstieg.
Temperaturen: Milde Tage und knackig kalte Frostnächte
Mit einem bundesweiten Temperaturmittel von 6,1 °C fiel der März erheblich zu mild aus. Die Temperaturen lagen starke +2,6 Grad über dem Durchschnitt der Referenzperiode 1961 bis 1990 (3,5 °C) und brachten selbst im Vergleich zur wärmeren Periode 1991 bis 2020 einen Überschuss von +1,5 Grad. Das Thermometer fuhr dabei regelrecht Achterbahn: Strahlende Tage heizten die Luft im Rheingraben am 21. März auf bis zu 24,0 °C auf, während die klaren Nächte zuvor verbreitet frostig ausfielen und im Erzgebirge sogar für ein eisiges Minimum von -11,2 °C sorgten.
Niederschlag: Knochentrocken und historisch niederschlagsarm
Die Niederschlagsausbeute war historisch gering: Deutschlandweit landeten im Schnitt gerade einmal 19 Liter pro Quadratmeter (l/m²) in den Messbechern. Gegenüber beiden Referenzperioden (1961 bis 1990 sowie 1991 bis 2020 mit jeweils 57 l/m²) war der Monat fast 70 Prozent zu trocken. Damit reihte sich dieser März unter die trockensten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 ein. Besonders dramatisch war die Lage im Norden und Nordosten, wo vielerorts nicht einmal 10 l/m² Regen fielen. Nur lokal, vor allem am Monatsende in Bayern, wurden teils stärkere Regenschauer registriert.
Sonnenschein: Frühsommerliche Sonnenscheindauer im März
Photovoltaikanlagen liefen auf Hochtouren, denn die Sonne schien mit durchschnittlich 199 Stunden fast so ausdauernd wie in einem typischen Sommermonat. Das langjährige Soll der Periode 1961 bis 1990 (111 Stunden) wurde um über 75 Prozent grandios überschritten. Auch im direkten Vergleich mit der Periode 1991 bis 2020 glänzte der März noch immer mit einem Sonnenplus von mehr als 50 Prozent. Getrieben von starken Hochdruckgebieten genoss das Land nahezu ungetrübtes Sonnenwetter, lediglich im Süden schoben sich ab und an einige Wolkenfelder davor.
Zusammenfassung:
Der März 2025 überzeugte durch eine bemerkenswert sonnige und milde Frühlingswitterung. Während sich die Menschen an dem frühsommerlichen Wetter und den milden Höchstwerten erfreuen konnten, sorgte das extreme Niederschlagsdefizit gleichzeitig für trockene Böden und eine frühzeitige Alarmstufe für die Forstwirtschaft.
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