Wetterrückblick: Thermische Achterbahnfahrt und strahlende Nordseeküsten
Der Mai 2025 präsentierte sich als Monat der starken Kontraste, in dem sich sommerliche Wärme mit punktuellen Hitzespitzen und frostig-kühle Phasen abwechselten. Frühsommerliche Gefühle und spätes Winterflair lagen oft nur wenige Tage voneinander entfernt.
Insgesamt dominierte landesweit eine ausgesprochen ausdauernde Sonnenscheindauer und eine anhaltende Trockenheit, die erst im letzten Monatsdrittel durch vermehrte Niederschläge etwas gelindert wurde.
Temperaturen: Ein Balanceakt zwischen lokaler Hitze und spätem Frost
Mit einer Mitteltemperatur von 12,7 °C lag der Wonnemonat leicht über dem langjährigen Klimasoll: Es ergab sich ein Plus von +0,6 Grad gegenüber der Referenzperiode 1961 bis 1990 (12,1 °C). Im Vergleich zur jüngeren Periode 1991 bis 2020 war der Monat hingegen um -0,4 Grad kühler. Markant waren die thermischen Extreme: In Waghäusel-Kirrlach wurde am 2. Mai mit heißen 30,4 °C der erste Hitzetag des Jahres verzeichnet, während im Osten Deutschlands und in den Mittelgebirgen spätwinterliche Kälterückfälle bis zu zwölf Frosttage brachten. Das bundesweite Minimum lag bei eisigen -3,7 °C im Erzgebirge.
Niederschlag: Anhaltende Trockenheit trifft auf Alpen-Starkregen
Der Mai fiel deutschlandweit erheblich zu trocken aus. Mit nur rund 48 Litern pro Quadratmeter (l/m²) wurden lediglich knapp 68 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge der Referenzperiode 1961 bis 1990 (71 l/m²) erreicht. Auch im Vergleich zur moderneren Periode (1991 bis 2020) bestätigte sich das Minus, sodass ein Großteil Deutschlands regelrecht auf dem Trockenen saß. Während das norddeutsche Tiefland gebietsweise kaum mehr als 25 l/m² abbekam, führten Schauer und Gewitter an den Alpen lokal zu massiven Starkregenfällen mit Summen von über 200 l/m².
Sonnenschein: Strahlende Spitzenwerte im Nordwesten
Beim Sonnenschein zeigte sich der Mai von seiner allerbesten Seite: Mit fast 252 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer das Klimasoll von 202 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um stolze 25 Prozent. Verglichen mit der jüngeren Periode 1991 bis 2020 ergab sich immerhin noch ein sattes Plus von etwa 18 Prozent. Ein besonders sonniges Verwöhnprogramm bot der Nordwesten: Auf den Nordseeinseln wurden lokal über 300 Sonnenstunden registriert, während die Alpenregion teils nur die Hälfte dieser Werte verzeichnete.
Zusammenfassung:
Der Mai 2025 war ein abwechslungsreicher Frühlingsmonat, der neben sommerlichen Vorboten auch kühle Nächte mit sich brachte. Trotz lokal kräftiger Niederschläge an den Alpen blieb es bundesweit deutlich zu trocken und außergewöhnlich sonnig, was den Monat besonders für den Aufenthalt im Freien attraktiv machte.
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