Wetterrückblick: Ein November der Extreme – Zwischen spätherbstlicher Wärme und eisigem Frühwinter

Der November 2025 präsentierte sich als Monat der starken Kontraste. Auf ungewöhnlich milde Phasen in der ersten Monatshälfte folgte ein markanter Kälteeinbruch, der den letzten Herbstmonat mit Frost und Schnee vorzeitig in ein winterliches Gewand hüllte.

Trotz der starken Temperaturschwankungen verwöhnte der Monat mit einer außergewöhnlich hohen Sonnenscheindauer, während die Niederschlagsmengen bundesweit deutlich unter dem Klimamittel blieben.

Temperaturen: Von T-Shirt-Wetter zum strengen Frost

Die Mitteltemperatur erreichte im November 4,9 Grad Celsius und lag damit 0,9 Grad über der internationalen Referenzperiode (1961–1990). Bis zur Monatsmitte dominierte zeitweise spätherbstliche Wärme, die am 13. November in Emmendingen-Mundingen mit sommerlich anmutenden 22,3 °C ihren Höhepunkt fand. Ein jäher Wetterumschwung in der dritten Dekade brachte dann maritime Arktikluft nach Deutschland. Die Temperaturen stürzten auf ein Niveau, das sonst im Januar üblich ist. Den eisigen Tiefpunkt markierte Oberstdorf am 23. November mit klirrenden -18,5 °C.

Niederschlag: Markantes Defizit trotz winterlichem Finale

Mit rund 46 Litern pro Quadratmeter fiel der November außergewöhnlich trocken aus. Er verfehlte das Niederschlagssoll der Referenzperiode (1961–1990) um beachtliche 30 Prozent. Besonders die Mitte Deutschlands litt unter Trockenheit, wo teils nur 20 l/m² registriert wurden. Während List auf Sylt am 24. November mit 44,7 l/m² den höchsten Tagesniederschlag verzeichnete, brachten Alpen und Schwarzwald örtlich über 100 l/m² zusammen. Dort endete der Monat mit Schnee und gefrierendem Regen, was im Südosten Bayerns zu gefährlicher Glätte führte.

Sonnenschein: Strahlende Rekorde im Spätherbst

Die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite und bescherte uns rund 69 Sonnenstunden. Dies entspricht einem grandiosen Plus von 30 Prozent gegenüber der internationalen Referenzperiode (1961–1990). Besonders verwöhnt wurden die Menschen im süddeutschen Bergland und an den Alpen, wo die Sonne örtlich sogar über 100 Stunden vom Himmel strahlte.

Zusammenfassung:

Der November 2025 verabschiedete sich als kontrastreicher und sonnenverwöhnter Herbstmonat, der ein deutliches Niederschlagsdefizit aufwies und uns eindrucksvoll zeigte, wie nah spätherbstliche Wärme und eisige Winterkälte beieinander liegen können.